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Naturheilpraxis

Olga Gräfenstein

 

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Infothek

Es gibt immer ein erstes Mal: Die meisten meiner Patienten kommen von der klassischen Schulmedizin und sind mitunter zunächst skeptisch gegenüber Naturheilverfahren. In dieser Infothek möchte ich Ihnen typische Fragen beantworten, die Ihnen mehr über heilpraktische Tätigkeit verraten und somit auch ein eventuelles Misstrauen aus dem Weg schaffen. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, wenn Sie weitere Fragen haben.

Patienteninformation zum Thema  Heilpraktiker

 

Über Heilpraktiker wird viel geredet, im Guten wie im Schlechten. Die Ansichten über diesen Beruf reichen vom Guru bis zum Scharlatan.

Der Heilpraktikerberuf ist durch das Heilpraktikergesetz vom 17. Februar 1939 gesetzlich geregelt. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen nur zwei Berufssparten die "Linderung und Heilung von Krankheiten am Menschen" ausüben. Ärzte und Heilpraktiker, sonst niemand.

 

Für die Ausübung des Heilpraktikerberufes ist eine staatliche Prüfung Voraussetzung.

Das Erlangen der Erlaubnis zur Ausübung unterliegt einer gründlichen Prüfung beim Amtsarzt. Die Prüfungen hierzu sind seit einigen Jahren standardisiert und bestehen aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Das "medizinische Niveau" ist in etwa äquivalent zum allgemeinen Medizinstudium der Schulmedizin nach dem "Gegenstandskatalog 3". Grob gesagt muss ein Heilpraktiker heute mehr über Schulmedizin wissen als ein Arzt vor noch 30 Jahren.

Die Grenzen eines Heilpraktikers:

Ein Heilpraktiker darf bis auf wenige Ausnahmen im ganzen Bereich der Medizin tätig sein. Lediglich einige wenige, meist übertragbare Erkrankungen (Cholera, Malaria, Pest, Geschlechtserkrankungen u.a.), sind der Behandlung durch approbierte Ärzte vorbehalten. Auch bestimmte Medikamente dürfen von einem Heilpraktiker nicht verordnet werden. Es sind meistens alle "Allopatika" (Antibiotika, Narkotika, Cortison-Präparate  u.a.) bzw. Medikamente, die von Naturtherapeuten - bis auf Notfälle - meistens abgelehnt werden. Darüber hinaus muss natürlich jeder nach der Sorgfaltspflicht die Grenzen seiner Möglichkeiten kennen und bei Gefahr für den Patienten rechtzeitig die adäquate Maßnahme - u.a. Einschaltung der Schulmedizin - einleiten.

Die "Waffen" eines Heilpraktikers:

Die meisten Heilpraktiker konzentriert sich auf einige wenige Naturheilverfahren und wendet sie ganzheitlich an. Naturheilverfahren sind Methoden, die seit vielen Jahrzehnten, oft gar Jahrtausenden angewandt werden. Im Laufe der Zeit wurden sie verfeinert und dies oft dank der modernen Technologie.

Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Verfahren:

Homöopathie, Akupunktur, Diätetik, Phytotherapie (Pflanzen-Therapie), Chiropraktik, Bowen-Therapie, Wirbeltherapie nach Dorn, Neural-Therapie, Darmsanierungen, Schröpfen, Baunscheidtieren, Heilmassagen, Farbpunkt-Therapie, Heilhypnose, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Elektroakupunktur nach Voll, Kinesiologie, Bioresonanz-Therapie u.v.a.

Es sind Verfahren, die so lange im Einsatz sind, dass die Wirkungsweise gesichert ist und Gefahren ausgeschlossen werden können.

Fazit: Was ist ein Heilpraktiker?

Ich würde ihn als einen "Allgemeinmediziner" bezeichnen, der sich ganzheitlichen überlieferten, auf den aktuellen Stand gebrachten Therapieverfahren bedient. Er ist kein Spezialist, er behandelt immer den ganzen Menschen inklusive der seelischen Seite. Er nimmt sich Zeit für seine Patienten und versucht deren Situation im Ganzen zu begreifen und positiv zu beeinflussen.

Dabei gilt der Grundsatz: Der Therapeut hilft - die Natur heilt ! ! !

Wie lange dauert eine Sitzung beim Heilpraktiker?

Je nach Anliegen dauert eine Sitzung unterschiedlich lange. Nehmen Sie sich für den ersten Termin ausreichend Zeit. Denn hier klären wir vorab alles, was für die weitere Behandlung wichtig ist. Das fängt bei Ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte an und reicht bis zu Ihren Sorgen und Nöten. Bei jeder weiteren Behandlung sollten Sie eine Stunde einplanen. Selbst wenn es einmal nicht so lange dauert, vermeiden Sie so zusätzlichen Stress durch Termin- und Zeitdruck.

Wird die Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

Leider übernehmen gesetzliche Krankenkassen nicht die Kosten für einen Heilpraktiker. Hier kann eine Zusatzversicherung helfen. Bei einigen Versicherungsgesellschaften werden Pakete angeboten, die auch die Behandlung eines Heilpraktikers abdecken.
Viele private Krankenkassen hingegen decken eine Reihe naturheilkundlicher Therapieformen ab. Privatversicherte sollten vor der Behandlung bei Ihrer Versicherung nachfragen, ob die Kosten übernommen werden.

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